Wie das Café Lala entstand...

Also eigentlich war das ja alles anders geplant...

Dass es in Trier leider weder eine Cafékultur gibt noch einen Plattenladen, dürfte ja nun jeder wissen der einmal hier war. Auch dass man der Stadt ebenso wenig ansieht, dass hier an der FH Design gelehrt wird schmerzt unsere Herzen. Um nun dieser Schmach Abhilfe zu schaffen, beschlossen drei Freunde das Café Lala zu gründen. Ein Café sollte es werden, mit Platten und allerhand feinen Designprodukten...
Ein Jahr strich ins Land, es wurde gedacht und gemacht, es passierte allerhand und der Plan formte sich etwas um. Unser mit allerhand Regeln und Gesetzen gestopftes System machte in vieler Hinsicht dem Plan einen Strich durch die Rechnung. Der eine im Bunde wurde derweil zum Doktoranden, die anderen beiden vom Paar zum UnPaar.
Umstürmt von allerhand Gewusel wartete das Café Lala geduldig ab, was aus ihm werden sollte. Und es wurde denn auch belohnt und ist nun zwar kein Café und verkauft keine Platten, doch allerhand Designprodukte sind es immernoch.

Das Café Lala heute

Mein Teil des Projektes sollten stets Designprodukte sein, und so hab ich diesen Teil des Lala zu meiner Diplomarbeit gemacht. Seit Juni 2oo8 gibt es hier Kleidungsstücke und Printart in kleinen Liebhaberauflagen - immernoch der Gemütlichkeit eines Cafés und dem Genuss verhaftet.

Die Grundsätze des Lala

Die Wertschätzung für meine Produkte geht von den Materialien über die Verarbeitung bis zur Vermarktung.
Alle Textilien stammen aus ethisch und ökologisch verantwortlichen Quellen, bei der Produktion versuche ich ebenso diesem Anspruch gerecht zu werden. Für Probedrucke verwende ich SecondHand-Sachen, Papiere stammen aus Druckereiabfällen und Verpackungsmaterial. Auch Werbemittel werden nach diesem Grundsatz hergestellt. Genaue Angaben zu den einzelnen Produkten stehen in deren Beschreibungen bzw. unter Bezugsquellen. Falls es Fragen gibt, beantworte ich die natürlich gerne.

Die Drucke entstehen allesamt im Handdruck in meiner kleinen Siebdruckwerkstatt hinterm Haus, je nach Entwurf mit Hilfe von Cutter, Stiften, allerhand Klebe- und Bastelmaterialien, auch mal mit Hilfe des Computers oder Elektroschrott. Das letzendliche Motiv entsteht jedoch meist erst am Drucktisch selbst.
Die Themen sind frei inspiriert durch Musik, die ständig um mich ist. Daher kommen auch die einzelnen Motive aus allen Ecken, von Fundstücken über Zufallsprodukte bis zu klassisch gezeichneten Vorlagen.

Wer steckt dahinter?

Silke Jaspers, Kommunikationsdesign an der FH Trier studiert. Geboren in NRW aber aufgewachsen an der Mosel. Auslandssemester an der Kunstakademie Krakau, Polen. Nebenbei als freie Grafikerin tätig, seit Frühjahr 2007 bei segno als freie Mitarbeiterin.